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Babypflege: Mehr als nur Hygiene
Die Pflege eines winzigen Babys: Gerade beim ersten Kind sind viele Eltern dabei etwas unsicher. Mit etwas Anleitung in den ersten Tagen entwickelt sich jedoch schnell Routine, denn so zerbrechlich sind die Kleinen gar nicht. Ihre Haut ist allerdings noch empfindlich und will schonend behandelt werden.

Die Haut eines Neugeborenen ist dessen wichtigstes Sinnesorgan, denn es kann noch nicht scharf sehen. Umso wichtiger sind Hautkontakt und liebevolle Streicheleinheiten. Die tägliche Babypflege, das Waschen, Baden oder Wickeln, sind eine gute Gelegenheit, ihrem Kind Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit zukommen zu lassen. Nehmen Sie sich also so viel Zeit wie möglich zum Pflegen. Eine wichtige Rolle spielt natürlich die Popflege. Häufiges Wickeln ist wichtig, damit Ihr Kind nicht wund wird. Wie es genau funktioniert, lernen Sie in der Regel in den ersten Tagen im Krankenhaus von einer Kinderpflegerin oder Ihrer Hebamme. Und auch während der Wochenbettzeit haben Sie Anspruch auf eine Nachsorgehebamme, die Sie zuhause besucht und Sie bei Fragen beraten kann. Auch das Baden Ihres Babys kann Sie Ihnen zeigen.

Zart und rosig – die Besonderheiten der Babyhaut


Das rosige Aussehen der Babyhaut liegt daran, dass sie in den ersten Lebensmonaten noch sehr dünn ist und die Blutgefäße durchscheinen. Außerdem hat die Haut Neugeborener noch einige interessante Besonderheiten:
Der Säureschutzmantel der Oberhaut ist bei Babys noch nicht voll entwickelt. Die Babyhaut ist eher trocken und außerdem noch nicht so elastisch.
Die Fettschicht der Unterhaut ist dünner als bei Erwachsenen. Dadurch ist der Schutz vor Kälte und Stößen geringer.
Der Eigenschutz-Mechanismus gegen Sonnenbestrahlung ist noch nicht vollständig vorhanden.
Im Verhältnis zum Körpergewicht besitzen Babys doppelt so viel Hautoberfläche wie Erwachsene. Das heißt: Sie verdunsten einerseits mehr Flüssigkeit. Andererseits nehmen sie von jedem Stoff, der über die Haut eindringt, eine größere Dosis, bezogen auf das Körpergewicht, auf.

Waschen & Baden

Die meisten Babys fühlen sich im Wasser sehr wohl und baden ausgesprochen gerne. Wenn Sie einen rückfettenden Badezusatz benutzen, ist das kein Problem. Es muss jedoch nicht jeden Tag sein. Ein so kleines Kind macht sich nicht wirklich schmutzig, vom Po einmal abgesehen. Deshalb reicht es, wenn Sie Gesicht und Hände Ihres Kindes mit einem feuchten Waschlappen waschen. Und auch Feuchttücher leisten für zwischendurch gute Dienste. Wenn Sie Ihr Kind baden, gibt es ein paar einfache Regeln:
  • Im Bad sollte es etwa 24 Grad warm sein.
  • In einer Babybadewanne oder einem Badeeimer fühlen die Kleinen sich wohler als in der großen Wanne. Praktisch ist es, wenn Sie die Wanne hochstellen können – das schont Ihren Rücken.
  • Zuerst die Wanne etwa zur Hälfte mit Wasser füllen und die Temperatur (36 bis 37°C) mit einem Badethermometer überprüfen. Prüfen Sie die Temperatur aber auf jeden Fall auch mit der Hand.
  • Einige Spritzer Baby Bad dazugeben und alle Badeutensilien bereitlegen, bevor Sie Ihr Baby für die Wanne vorbereiten.
  • Der sichere Griff: Entweder legen Sie Ihr Baby auf den Rücken und stützen mit dem Unterarm seinen Nacken, während Sie mit der Hand den Oberarm festhalten. Oder Sie drehen Ihr Baby in die Bauchlage. Dann liegt es auf Ihrem Unterarm und wird am Oberarm festgehalten.
  • Das Bad nicht zu lange ausdehnen, ein paar Minuten reichen. Wickeln Sie Ihr Kind in ein weiches Handtuch und trocknen Sie es auch in den Hautfalten gut ab. Bitte nicht rubbeln – vorsichtiges Trockentupfen schont die zarte Haut.
Waschen & Baden
Wie oft sollte ich mein Baby baden? 
In der Regel können Sie Ihr Baby ein- bis zweimal in der Woche baden. Jedoch schadet es auch nicht, wenn Sie Ihr Baby öfter baden. Für viele Kinder ist Baden ein riesiges Vergnügen. Darüber hinaus fördert es den Kontakt zu den Eltern. Achten Sie auf folgende Tipps: Das Baden zwei- bis dreimal pro Woche ist dem Waschen vorzuziehen, weil dadurch die Babyhaut laut aktuellen Studien weniger austrocknet. Mit regelmäßigem Baden kann begonnen werden, sobald der Nabelschnurrest abgefallen ist. Milde, flüssige Badezusätze haben eine positive Auswirkung auf die Babyhaut. Säuglinge sollten nach dem Baden eingecremt werden.

Mein Baby trinkt manchmal Badewasser. Ist das schlimm?
Diese Sache hat mehrere Seiten: Es ist völlig normal, dass Kinder alles ausprobieren und folglich auch wissen wollen, wie das Badewasser schmeckt. Ein Drama ist es nicht, aber auch nicht zu empfehlen. Es sollte aber die Ausnahme bleiben. Bitte beachten Sie: Das Badewasser kann auch Bakterien aus dem Windelbereich enthalten. Deshalb vermeiden Sie das Trinken von Badewasser bei Ihrem Baby. Am Besten ist: Ihr Baby lernt schon früh, dass das Badewasser kein Getränk ist.

Sonnenschutz

In den ersten 12 Lebensmonaten ist Sonne für Babys weitgehend tabu. Ihr Eigenschutz gegen UV-Strahlen ist noch nicht entwickelt. Meiden Sie deshalb die scharfe Mittagssonne und bleiben Sie mit Ihrem Kleinen im Schatten. Und cremen Sie Ihr Kind vorsorglich ein. Ältere Babys und Kleinkinder können mit einem hohem Lichtschutzfaktor langsam an die Sonne gewöhnt werden.

Kleinkinder reagieren in der Sonne ganz individuell. Sie haben unterschiedliche Hauttypen: Sehr hellhäutige Kinder können Sonne in der Regel schlechter vertragen als dunkelhäutige. Und auch Umwelteinflüsse spielen eine Rolle: z. B. reflektieren Wasser oder Schnee verstärkt das die Wirkung der Sonnenstrahlen. Deswegen müssen Sonnenschutzmaßnahmen immer wieder auf die Gegebenheiten angepasst werden. Hier kommen einige nützliche Tipps zur Anwendung: Verwenden Sie wasserfestes Breitband-Sonnenschutzmittel mit UVA- und UVB-Filter. Vermeiden Sie die Mittagssonne. Cremen Sie sich und die Kinder sorgfältig ein. Regelmäßiges Nachcremen nicht vergessen. Denn durch Schwitzen oder Abtrocknen der Haut geht ein Teil der Schutzwirkung verloren - auch bei wasserfesten Produkten. Besonders lichtempfindliche Stellen nicht vergessen! Partien, die oft übersehen werden, sind Ohren, Gesicht und Kopfhaut, Nacken, Rücken und Dekolletee sowie die Fußrücken. Dabei bieten gerade sie dem Sonnenlicht die besten Angriffsflächen. Leichte Kleidung und ein Sonnenschirm leisten gute Dienste.

Was sind die Anzeichen für einen Sonnenstich?
Ein Sonnenstich wird durch direkte Sonneneinstrahlung verursacht. Typische Gefahrensituationen sind: ein schlafendes Kind auf dem Rücksitz, Baden und Spielen ohne Kopfbedeckung im Sommer. Bei folgenden Anzeichen sollten Sie sofort den Arzt rufen: hochroter Kopf, manchmal auch ein ungewohnt blasses Gesicht, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, starkes Atmen und Kopfschmerzen.

Was tun, wenn mein Baby einen Sonnenbrand hat?
Einen Sonnenbrand sollten Sie auf jeden Fall vermeiden, denn dadurch können die Zellen nachhaltig geschädigt werden. Ist es doch mal passiert, sehen Sie sich die Haut Ihres Babys genau an: In leichten Fällen (geringe Rötung der Haut) helfen kühlende Umschläge mit Wasser oder verdünntem schwarzen Tee. Auch Quark oder Buttermilch wirken lindernd. Sind größere Hautpartien betroffen, ist die Haut stärker gerötet oder es bilden sich Bläschen, bitte sofort zum Kinderarzt. Niemals mit fett- oder ölhaltigen Cremes behandeln!